Autor: Frank Tegtmeyer, Hamburg
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Dieser Artikel wird nicht mehr weiter gepflegt. Er enthält einige technisch überholte Aussagen, viele Aussagen sind aber auch heute noch gültig. Um die Zugreifbarkeit zu gewährleisten, wird der Artikel auf dem Server belassen.
Um Nutzer an eine solche Website zu binden, sind verblüffende Effekte, tolles Layout, peppige Farben sowie Spielelemente die gängigen Mittel. Information oder strukturierte Darstellung von Information spielt kaum eine Rolle. Das Web wird in vielen Fällen wie ein Print-Medium oder wie Fernsehen eingesetzt. Fast alles dreht sich um das Layout - Aspekte wie Zugreifbarkeit oder Bandbreitenprobleme werden vielfach vernachlässigt.
Typisch ist: Diese Seiten sind für Netscape ab Version 3.0 optimiert - meist ein Indiz dafür, daß die Seiten mit diesem Browser getestet wurden und mit keinem anderen. Schlimmer noch (wie einmal bei FOCUS gesehen): Diese Seiten erfordern Netscape 4.0 - zu einem Zeitpunkt, als es gerade einmal die ersten instabilen Beta-Versionen dieses Browsers gab.
Auch die Links werden entgegen dem ursprünglichen Sinn des World Wide Web eingesetzt. Die Anbieter müssen ganz einfach den Nutzer auf ihren Seiten halten, Links auf externe Server sind da sehr unerwünscht.
Da die Werbefachleute die absolute Kontrolle über das Layout haben wollen, werden oftmals alternative Dateiformate wie zum Beispiel das PDF-Format der Firma Adobe, Quicktime, Shockwave oder Flash eingesetzt. Der Nutzer wird gezwungen, sich Plugins zu laden, die er gar nicht haben möchte oder noch schlimmer: er kann auf die Angebote nicht zugreifen, wenn er einen spezielleren Browser oder ein nicht weit verbreitetes Betriebssystem einsetzt. Gegen Plugins sprechen oftmals auch Sicherheitsbedenken in kommerziellen Umgebungen.
Was spricht für die Verwendung spezieller Formate? Server, bei denen das Ziel des Web-Auftritts nur mit Design-orientertem Material zu erreichen ist, können dies durch die alternativen Formate erreichen, ohne HTML vergewaltigen zu müssen. Die Ergebnisse werden besser, und sind leichter zu erreichen. HTML kann in diesem Fall als die Verpackung angesehen werden, während die eigentlichen Inhalte über andere Techniken bereitgestellt werden. Welche verblüffenden Effekte damit erzielt werden können, sehen Sie auf der Website von gabocorp imaging. Die Adresse finden Sie auf der Link-Seite.
Zurück zur Werbung: normalerweise habe ich kein Problem damit, mir Werbung nicht anzusehen. Sehr ärgerlich wird es, wenn ich Produktinformationen benötige, an diese aber wegen der verwendeten Technik nicht herankomme. In diesem Fall ist die Website für mich wertlos. Extrem ungehalten kann ich werden, wenn man von Herstellern auf Nachfrage nach Materialien nur den Hinweis auf die (unbrauchbare) Website bekommt. Solche Leute haben nichts begriffen.
Zusammenfassend kann man sagen, daß die meisten Werbe-Server
die Perversion des Web-Gedankens darstellen. Schauen Sie sich einmal mit
einem Browser um, der nicht Netscape oder Internet Explorer heißt
und Sie werden meine Meinung bestätigt finden.
Bei vielen Websites ist das Problem
einfach, daß die Seiten ohne Javascript oder Frames nicht bedienbar sind.
Es gibt keine Ersatzseiten, man hat Schwierigkeiten Bookmarks auf Teilangebote
des Servers zu legen oder beim Zurückblättern hat man auf einmal
nicht mehr die letzte Seite, sondern die erste die man sich angeschaut hat.
Solche Sites werden eine Menge Leute frustrieren, wenn sich erst einmal mobile Netzzugänge wie der Nokia Communicator, PSION5 oder andere Handhelds weiter durchsetzen. Diese Geräte benutzt man im Web in der Regel, um schnell an wichtige Informationen, wie zum Beispiel Fahrpläne oder Rufnummern zu kommen. Ist die Website darauf nicht eingerichtet, verliere ich als Interessent Zeit und Geld und werde mir das bestimmt auch merken.
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Wenn jemand unbedingt an einem Spiel teilnehmen möchte, wird er in Kauf nehmen müssen, dafür die technischen Voraussetzungen zu schaffen.
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Grundsätzlich lassen sich alle formularbasierten Anwendungen recht gut mit einem Web-Interface ausstatten. Die in einige Browser integrierte Laufzeitumgebung für Java-Applets bietet noch viel weitergehende Möglichkeiten für verschiedenartige Last- und Intelligenzverteilung.
Ein reiner Web-Browser ist für eine Anwendung ein sogenannter Thin Client. Das heißt, daß sämtliche Verarbeitung und Intelligenz im zentralen Server angesiedelt ist. Javascript oder zum Beispiel auch PerlScript können zur Vorbewertung von Eingaben des Nutzers eingesetzt werden, wodurch sich die Reaktionszeit verbessert und die Netz- und Serverbelastung verringert.
Normalerweise gibt es für diesen Anwendungsbereich keine wirklich dringenden Gründe, mit Macht ein bestimmtes Layout zu erzwingen oder einen bestimmten Browser anzusprechen. Da viele Anwendungen aber in genau definierten Umgebungen laufen (Intranet), können die Browser-Merkmale oft ohne Probleme voll ausgenutzt werden. Ärger gibt es dann höchstens bei einem Browser-Wechsel oder bei vorher nicht geplantem Zugang durch Fremdnutzer.
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Bei all diesen Diensten steht Funktionalität im Vordergrund. Es geht darum, nützliche Dinge so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen. Es gibt keine Notwendigkeit, einem Nutzer ein bestimmtes Layout oder bestimmte Farben vorzuschreiben. Um die Zugreifbarkeit von textbasierten Systemen oder auch von Hilfssystemen für Blinde zu gewährleisten, sind die Basis-HTML-Tags einzusetzen bzw. Ersatzversionen von "schön" gestalteten Seiten anzubieten.
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Hier ist es besonders wichtig, die Seiten so zu gestalten, daß die Zugreifbarkeit für eine möglichst große Leserschaft gesichert ist. Das schließt Sehbehinderte und Nutzer ohne Grafikbildschirm ein. Im Normalfall ist auf besondere Layout-Tricks zu verzichten, so wie auch Frames tabu sein sollten. Wer meint, daß Frames für sein Angebot eine wesentliche Bereicherung darstellen, kann diese verwenden, sollte aber auch eine Ersatzversion bereitstellen, die die Zugreifbarkeit für andere Browser und Systeme sichert.
Die HTML-Tags sollten nach strukturellen Gesichtspunkten
gewählt werden: Um Text hervorzuheben, bitte <strong> anstatt
<b> und <em> statt <i> verwenden. Bilder, die enthalten
sind, müssen mit Alternativ-Texten versehen werden, damit Browser,
die nur Text darstellen, an dieser Stelle einen sinnvollen
Hinweis auf den Inhalt des Bildes anzeigen können.
Die Überschrift-Tags sind zur strukturellen Kennzeichnung von
Überschriften entworfen worden, sie stellen kein Mittel dar, um
Schriftgrößen zu beeinflussen. Es ist ja nicht einmal
sichergestellt, daß jeder Browser Überschriften wirklich
in einer anderen Schrift oder Schriftgröße darstellt.
Generell sollte der Text so viel Struktur wie möglich und nur
so viel Layout wie unbedingt nötig enthalten. Das erleichtert
zum Beispiel
auch die Wandlung in andere Hypermedia- oder Textformate sowie
automatisierte Katalog- und Index-Generierung.
Die Navigation muß auf Textlinks basierend erfolgen können. Eine Website, die auf der ersten Seite nur ein serverbasiertes Imagemap hat, ist für einen nicht unbedeutenden Interessentenkreis völlig wertlos. Selbst Angebote mit clientbasierten Imagemaps können entsetzlich systemabhängig gemacht werden.
Wie sieht es mit dem Einsatz von Farbe aus?
Farbe kann natürlich eingesetzt werden, um Information
zu transportieren. Wenn man sicher ist, daß die Farbe beim
Anwender auch wirklich ankommt und nicht verfälscht wird,
ist ihr Einsatz zur Vermittlung oder Verdeutlichung von Inhalten
durchaus sinnvoll. Leider ist das im World Wide Web in den
seltensten Fällen gegeben. Im Web gibt es eine Fülle von
Endgeräten und Systemen, die völlig verschiedene
Eigenschaften aufweisen. Aus diesem Grund ist der Einsatz von Farbe
nicht sinnvoll, sobald man wirklich einen
möglichst großen Leserkreis erreichen will.
Es ist sogar problematisch, eine Hintergrundfarbe zu setzen:
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