Autor: Frank Tegtmeyer, Hamburg
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Die Erfinder des WWW berücksichtigten dabei vorliegende Erkenntnisse zur strukturellen Beschreibung von Dokumenten (SGML, TeX/LaTeX). So ist zu verstehen, daß HTML als Subset von SGML definiert wurde und in seinen ersten Versionen zwar Anweisungen zur Strukturierung von Dokumenten besaß, die Steuerung der Darstellung beim Nutzer aber fast ausschließlich vom Browser vorgenommen wurde und somit kaum beeinflußbar war.
Mit dem Browser Mosaic vom NCSA war es schließlich auch möglich, Grafiken in die Dokumente aufzunehmen, so daß Information wesentlich besser vermittelt werden konnte.
Nach und nach wurden weitere Möglichkeiten zu HTML hinzugefügt, wie zum Beispiel Tabellen. Inzwischen waren findige Leute darauf gekommen, daß mit dem WWW nicht nur Informationen bereitgestellt werden konnten, sondern daß es sich auch sehr gut eignete, um Firmen zu präsentieren und Produkte zu bewerben.
Damit änderten sich die Anforderungen an HTML und das WWW: Es wurde immer notwendiger, neben der Strukturierung der Information direkt das Layout und die Darstellung der Inhalte so zu steuern, daß die Bedürfnisse des Autors erfüllt wurden. Massiv gingen Firmen der klassischen Druckindustrie und konventionelle Werbeagenturen dazu über, Angebote im WWW zu erstellen.
Die Bedürfnisse dieser Industrie wurden von der Firma Netscape bedient, die mit ihren Browsern der Entwicklung voranpreschte und zu HTML immer neue sinnvolle und leider auch unsinnige oder zumindest diskussionswürdige Elemente hinzufügte.